Je mehr ein Mensch gedacht, je mehr schöne und nützliche Taten er verrichtet, je länger hat er gelebt.

Friedrich II. der Große

Andragogik als „Wissenschaft von der Bildung Erwachsener“ interessiert sich für die Vielfalt der auf Lern- und Entwicklungsprozessen beruhenden Veränderungen von Einstellungen, Haltungen, Verhaltensweisen und Fähigkeiten erwachsener Menschen. Hierzu gehört auch, mit Erwachsenen darüber ins Gespräch zu kommen, wie sie lernen, was ihr Lernen behindert und welche Formen des Lernens selbstorganisiert von ihnen genutzt werden.

Logoandragogik befasst sich damit, die Art und Weise wie erwachsene Menschen Sinn im Leben finden zu erfassen, mit ihnen darüber zu sprechen, was Sinnfindung erschwert und mit ihnen neue Formen herauszuarbeiten, wie sie als verloren geglaubten Sinn wiederfinden. Dabei ist wichtig: Fragen nach dem Sinn im Leben lassen sich nicht an andere ‚delegieren‘. Denn andere Menschen, selbst die, die einem persönlich sehr nahe stehen, können einem Menschen nicht Sinn ‚machen‘. Schon aus diesem Grund vermögen Trainings, Seminare oder zum Beispiel in Unternehmen ‚angebotene Maßnahmen‘ nur Impulse bei zutiefst individuellen Fragestellungen zu bieten. Immerhin finden diese Impulse in vielen Firmen bereits statt – dennoch stellt das persönliche, vertrauensvolle und zugewandte Gespräch in einem unabhängigen Mentoringprozess eine andere Qualität dar. Sie erhält dem erwachsenen Menschen die Freiheit und Verantwortung für sein selbstbestimmtes und selbstgesteuertes Lernen.